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Day: January 17, 2009

Koh Lipe – oder: Zum Glueck waren wir JETZT hier!

Koh Lipe – oder: Zum Glueck waren wir JETZT hier!

Koh Lipe ist eine kleine Insel in der suedlichen Andaman See. Eigentlich ist es die letzte (touristische) Insel vor Malaysien. Noch ist auf Koh Lipe nicht soviel los wie sonst wo (Koh Tao, Koh Chang). Es gibt weder einen Seven-Eleven noch 100 Diveshops.

Wir sind mit der Tigerline Ferry (empfehlenswert!) mit Stop auf Koh Lanta und einmal Umsteigen in der Naehe von Trang, um 1800B pro Person, nach Koh Lipe gefahren. Abfahrt: 08:30 von Koh Phi Phi, Ankunft: gegen 15:30. Fahrt: ruhig. Conny hat fast durchgeschlafen 😉

Auf Koh Lipe gibt es 3 grosze Straende: Sunset Beach, Sunrise Beach und den “Pattaya Beach”. Die Insel ist recht klein, vom Pattaya Beach zum Sunrise Beach dauert es gut 5 Minuten zu Fuss. Wir sind am Pattaya Beach angekommen, wo auch die meisten Boote liegen, und zahlen erstmal 50B (p.P) um die 100 Meter von der Faehre an den Strand gebracht zu werden. Auch hier.. Transportmafia. Aber immerhin, der Strand schaut super aus, es sind nicht soviel Touristen hier und die Anzahl an Resorts sind sehr ueberschaubar.

Wir folgen dem “Pooh Highway” und wollen uns bei “Pooh’s” einquartieren. Der hat leider seine 6 Bungis schon voll und so maschieren wir weiter herum. Zufaellig schreit uns jemand zu ob wir einen Bungalow suchen. Normalerweise reagieren wir mittlerweile auf solche Touts nichtmehr aber aus irgendeinem Grund antworten wir mit einem “Yes!”. “Have Bungalow, 450B!” meint ein Ladyboy zu uns. 450B? Im LP und auf Wikitravel sind keine Bungalows unter 600B aufgefuehrt, unser Interesse ist geweckt. Er/Sie winkt einem jungen Spanier zu und folgen ihm. Der Spanier duerfte schon laenger auf der Insel wohnen…

Querfeldein wandern wir durch die Gegend und landen in einer absolut herzigen Bungalowsiedlung (nun, ganze 10 Bungis standen dort). Wir bekommen einen Schluessel und schaun uns den Bungalow an. So herzig wie die Siedlung von aussen aussieht, so genial setzt sich das Innere fort. Freiluftklo / Dusche, mit Pflannzen, eine Terrasse mit Umrandung und Tisch bzw. Dreieckspoelster, und sogar noch mehr Pflanzen. Ein Bett, wo das Moskitonetz ganz herumgeht und sogar ein Fan. Das Ganze passt perfekt zusammen und wir bekommen das Gefuehl: hier hat sich jemand Gedanken gemacht. Beeindruckt (vom Bungalow UND vom Preis) sagen wir zu und ziehen ein. Aja, der Strand ist keine 30 Meter weg. Geil 🙂 Wir sind happy und gehen erstmal essen.

Essen ist preislich ist auf der Insel etwas unter Koh Phi Phi, obwohl sie noch viel abgeschiedener ist. Es gibt eine Handvoll Restaurants, 5 Diveshops, 4 Lebensmittelgeschaefte und vllt. 4-6 Bars. Das wars! Dafuer aber 3 super große Straende und viele kleine Buchten…

Den naechsten Tag verbringen wir mit herumsandln, buchen einen Ausflug fuer den Tag 2 und unseren Bus zurueck nach Bangkok (1400B pro Person von Koh Lipe nach BKK). Der Strand ist so herrlich, feinster “Fishshit” wie wir frueher mal festgestellt haben 🙂 Auszerdem werden wir eines unserer Buecher los und bekommen stattdessen einen deutschsprachigen Thriller. Fuer Conny borgen wir uns auch noch einen LP Australia aus, damit sie sich mal ueber Australien informieren kann – wir haben ja noch keine Idee, was wir uns dort ansehen wollen!

Tag 2 bricht an, der Bungi ist super toll 🙂 Wir gehen zum Tourdesk wegen dem Ausflug. Wir werden mit Masks and Fins ausgestatt und auf ein Longtail verfrachtet. Mit uns: Innsbrucker, Suedtiroler – samt Kinder – witzig! Die dichten Wolken am Morgen weichen perfekten Wetter, die Sonne brennt runter und Conny holt sich eine rote Nase 😉 Wir besuchen 2 Schnorchelspots und 2 Inseln (fuer 550B inkl. Lunch and Water) und haben einen schoenen Tag. Am Abend treffen wir uns mit unseren neuen Bekannten und gehen was Essen, tauschen Ideen fuer Australien aus und lassen den Abend ausklingen.

Koh Lipe ist NOCH nicht so extrem touristisch wie andere Inseln. Vieles ist noch “basic”, obwohl einige Luxusresorts (6000B+ pro Nacht) schon Fuss gefasst haben. Der Bauwahn findet hier auch etwas langsamer statt als sonst wo. Wir sind froh den weiten (und teuren) Weg von Koh Phi Phi hier runtergemacht zu haben und eigentlich ist uns schon etwas leid so frueh hier abzureisen… (Bangkok is calling..!)

Koh Phi Phi – oder: Das Packagetouristengettho

Koh Phi Phi – oder: Das Packagetouristengettho

Nachdem wir von unserem Dive & Sail Abenteuer zurueck gekommen sind, haben wir uns sogleich von Phuket nach Koh Phi Phi begeben. Die Faehre (600B) war recht schnell (keine 3 Stunden) und trotz Seegang erstaunlich ruhig. Mit uns an Bord noch ca. 100 weitere Touristen.

Wir haben es im Reisefuehrer schon gelesen: Koh Phi Phi ist teurer. Noch teurer als Phuket, dass schon fure Restthailand extrem ist. Im Vergleich zu Europa aber immer noch guenstiger… zumindest war das 2007 noch so (Druckdatum des LPs).

Wir erreichen Koh Phi Phi, die als die schoenste Insel Thailands gehandhabt wird, und sind erstmal enttaeuscht. Der Suedstrand ist gesaeumt von Longtails und anderen Booten, zum Schwimmen meiner Meinung noch ungeeignet. Bei Flut kaum Strand, bei Ebbe darf man ueber Steine kraxln. Wir suchen erstmal eine Unterkunft und legen die Schmerzgrenze erstmal hoeher: was in Chiang Mai 300B kostet, dafuer legt man auf Koh Phi Phi gut 1000 – 1200B hin. Krank! Das sicher einstmal schoene Dorf ist heute chaotisch, wild, dreckig und Party pur! Von schoen und idylisch haben wir nichts gefunden. Genug vom Herumgerennen quatieren wir uns fuer 1200B / Nacht ein. Das “HC Anderson Hotel” ist nicht unbedingt das sauberste aber fuer 1200B wars halbwegs guenstig… in der Nacht werden wir von ohrenbetauebenden Drum’n Bass in den Schlaf getrommelt…

Essen? Nun, eine 100g Pizza (kein Scherz, der Teig ist knapp 4mm dick, Belag kaum zu finden) kostet ab 150B. Da ist die TK Pizza daheim billiger und nahrhafter… BBQ ab 300B.

Am Abend kraxln wir querfeldein zum Longbeach, ein Weg der mit Rucksack kaum zu bewaeltigen waere. Dieser Strand ist halbwegs schoen, nicht soviele Boote (nur 50 oder so auf 300 Meter) und weckt schon mehr Urlaubsfeeling. Bungalows kosten dort ab so ca. 1500B. (Fan, AirCon 2000B+) Krank! Aber uns gefaellts und so nehmen wir einen billigen Aircon Bungi fuer 2000B im Paradise Resort. Immerhin inklusive Breakfast.

Mitten in der Nacht den Jungelweg wieder zurueck zu unserem Hotel zu nehmen ist ohne Taschenlampe nicht so empfehlenswert. Der Weg ist kaum befestigt und die zentimeterdicken Seile dienen nicht nur zur Dekoration allein… (das naechste mal waeren Bergschuhe angebrachter als Sandalen…) Daher nehmen wir ein Longtail. Kostet pro Person: 100B fuer 5 Minuten Fahrt. Krank? Nun, wie einer der Captians bemerkt: No discount! Since last meeting, we all charge same price! Uebersetzt: Seit sich unser Kartell das letzte Mal getroffen hat, verlangt jeder 100B. Uns ist dabei scheiss egal ob wir mit nur 2 Leuten fahren oder mit 5. Koh Phi Phi: der naechste Minuspunkt!

Am naechsten Morgen siedeln wir in unseren Bungi, stellen fest das der niemals seine 2000B wert ist. Der Strand ist nett, nicht so ueberfuellt aber auch genau nichts los. Irgendwie laesst und das Gefuehl nicht mehr los, die Glanzzeit von Koh Phi Phi ist vorbei und das Gefassel von “der schoensten Insel in Thailand” ist nur eine PR Blase. Perfekt fuer Packagetouristen, die kein echtes Thailand kennenlernen (wollen) – aber immer schon mal da sein wollten weils ja so hip ist.

Fuer uns steht fest, wir reisen weiter! Wohin? Erste Idee: Koh Lanta. Bessere Idee: Koh Lipe!