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Day: January 28, 2009

Day Three in Perth

Day Three in Perth

Mittwoch, heute gehts ans eingemachte. Wir fahren in aller frueh in einen Vorort von Perth und besichtigen den ersten Van. Der junge, taiwanesische Besitzer duerfte schon laenger versuchen den Mitsubishi L300 Van los zu kriegen aber bisher erfolglos. Der Preis ist stimmig (3900AUD) aber nachdem uns eine weisze Rauchwolke beim Motortest entgegengekommen ist, lehnen wir dankend ab…

Van 2 ist ein Ford Econovan Maxi, BJ1993 mit weniger als 200.000km. Die Bilder sind vielversprechend und das nette englishe Paerrchen (duerften so um die 30 sein) kommt bei uns im Hostel vorbei. Auf anhieb sympathisch. Wir begutachten deren Gefaehrt. Rost? Ganz kleine Flecken, nichts tragisches. Unterm Auto keine Spuren von Fluessigkeiten und aus dem Auspuff kommt kaum eine Spur von Rauch. Das ist erstmal nicht schlecht ๐Ÿ™‚ Kupplung und Pedale funktionieren, Tueren und Fensterheber auch, Reifen haben Profil. Soweit so gut. Einige Teile (Batterie, Lueftung, Zuendkerzen, etc.) wurden bereits im Dezember getauscht. Serviceheft ist auch vorhanden und Regio ist WA. Vom Campingequipment ist auch alles da was wir uns so vorstellen. Wir unterhalten uns etwas und schlussendlich sind wir ueberzeugt, dass das Auto in die engere Wahl gehoert. Zumal mehr Platz als in einem Mitsubishi Express vorhanden ist. Craig bietet mir ganz selbstverstaendlich eine Probefahrt an, und ich dreh eine Runde um den Block. In dem Moment vermisse ich eine Servolenkung – und verstehe warum man frueher vom Autofahren gscheite Armmuskeln bekommen hat! Dafuer funktioniert aber die AirCon. Ist bei dem Alter wahrscheinlich noch eher eine Seltenheit… Alles in allem macht der Ford einen guten Eindruck auch hinsichtlich dem Wiederverkauf. Wir sichern uns ein Vorkaufsrecht auf den Van und warten auf Auto Nummer 3.

Fuer 12:00 haben wir ein Rendezvous mit Daisy. So wird der Van von seinen Besitzern genannt. Daisy ist ein Toyota HiAce mit POP-Top (ein Dach zum ausklappen) Baujahr 1985. Rund 280.000km hat sie auf dem Buckel. Wir schaun uns das Auto an. Die Besitzer sind ein junges Paerrchen aus Kanada und auch sehr sympathisch. Man merkt, sie haben viel Zeit und Energie in den Van gesteckt. Seit 2 Jahren ist Daisy ihr eigen (ist eigentlich irgendwie schoen wenn die Leute eine Geschichte mit ihrem Auto oder in dem Fall Zuhause verbinden). Wir schaun uns alles genau an, Features wie eine 2. Batterie fuer Kuehlschrank und Lampen sind durchdacht und praktisch aber leider ist uns Daisy zu alt und zu rostig. Der Motor laeuft auch nicht mehr so richtig rund und somit haben wir unsere Wahl eigentlich schon getroffen.

Nach dem Mittagessen melden wir uns bei Craig und sagen zu. Wir treffen uns im Hostel. Wir tratschen und verhandeln dann ueber den Preis. Bei 6000AUD sind wir uns einig (hab vorher natuerlich im Internet recherchiert und fuer einen Ford Econovan Maxi und der Ausstattung ist das durchaus ueblich). Dann unterzeichnen wir den Transfer of Ownership (Papierkram in WA, eigentlich nur ein Formular mit 2 Unterschriften, das gibt man dann beim Department of Infrastructure ab und das wars). Sie brauchen sowieso noch Zeit um ihre 7 Sachen zu packen und wir vereinbaren einen Termin fuer morgen Vormittag. Inzwischen koennen wir erstmal Geld abheben ๐Ÿ˜‰

Die anderen Temine sagen wir ab und gehen erstmal Kartenmaterial fuer Australien kaufen. U.a. auch das “Camps 3 Australia”, ein Verzeichnis mit gratis Campingplaetzen.

Wir sind gespannt auf morgen und somit kann unser Roadtrip beginnen! ๐Ÿ™‚

Perth!

Perth!

Wir sind also von Singapur nach Perth geflogen. Der Flug verlief ohne Zwischenfaelle, einzig der Umstand das mein Palm und ich nicht gewusst haben das Australien auch sowas wie Sommer/Winterzeit hat. Und so waren wir auf einmal ne Stunde frueher in Perth… (haben jetzt ne Zeitdifferenz von +8 Stunden zu daheim)

Immigration und Customs waren einfach zu “meistern”, obwohl… die 2 Chupa Chups Lilos hab ich vorsichtshalber “deklariert”, man weisz ja nie bei den australischen Einreisebedingungen. Ansich ist ja der Import von jeglichen Nahrungsmitteln verboten. Die Lolis jedoch waren ok ๐Ÿ˜‰ Auch sonst sind sie recht penibel, jedes einzelne Feld auf der Arrival Card wurde geprueft und von uns nachgebessert. Oarg ๐Ÿ™‚

Dann erstmal zu einem ATM und Geld behoben. Hier eine Warnung: Der ATM von Travelex ist der groeste Gauner. Der Wechselkurs ist grottenschlecht (800AUD = 435EUR, sollte aber ca. 410EUR sein) da der Betrag in AUD direkt nach Euro gewechselt wird und dann erst an unsere Hausbank zur Abbuchung uebermittelt wird. Bei den meisten anderen Bankomaten die wir bisher benutzt haben wurde der Hausbank hingegen der Fremdwaehrengsbetrag zur Abbuchung gestellt und als Wechselkurs wurde der jeweilige Tageskurs der Firma Paylife verwendet (der um ein ganzes Stueck besser ist). Danke an Connys Pa fuer die Aufklaerung diesbezueglich ๐Ÿ™‚ Die aktuellen Wechselkurse fuer unsere Maestro-Bankomatkarten findet man hier: http://www.bankomatkarte.at/plb/opencms/de/Home/Service/Fremdwaehrungskurse/currencyList.jsp

Geld behoben und so hamma draussen grad noch ein Flughafen Shuttel erwischt. Fuer 30AUD sind wir so in die Stadt gebracht worden und vor dem gebuchten Hostel abgesetzt worden. Das “Underground Backpackers” ist nicht unbedingt ein Hostel das ich als “klein” bezeichnen wuerd. Trotzdem war kein Zimmer frei und dummerweise haben wir uns bei der Buchung um einen Tag vertan. Andere Hostel in der Gegend waren um knapp nach 1 Uhr frueh entweder ausgebucht oder einfach dicht gemacht. Keine guten Aussichten, den einerseits waren wir Hundemuede (nach dem vielen Fliegen) und andererseits war die Aussicht ohne Bett die Nacht darzustehen auch nicht sonderlich verlockend. So gegen halb 3 haben wir dann ein Bett im Hotel Ibis bekommen und ein Taxi hat uns dann gleich mal dorthin gebracht. Der Portier war etwas ueberascht aber netterweise gleich die Checkout Zeit auf 12:00 gesetzt. So hamma zwar diesmal teuer (159AUD!) geschlafen aber besser als nix…

Das Ibis ist zwar huebsch und sehr angenehm zum Schlafen, aber zwecks Budget sind wir am naechsten Morgen doch lieber in ein “billigeres” Zimmer (sprich das von uns bereits vorgebuchte) umgezogen. Das Double im Underground Backpackers ist auch ok, aber irgendwo ueberteuert… (75AUD fuer ein Doppelzimmer mit shared Bathroom! Kein Vergleich zu Asien.)

Das erste was wir tun nachdem wir eingezogen sind? Wir gehen Autos anschaun. Im Internet haben wir auf Gumthree und anderen Seiten bereits erste “Objekte” gefunden. Als 1. rufen wir bei Julien, einem Franzosen an, der fuer einen Mitsubishi Express L300 (BJ 1995, 220.000km) rund 3000EUR haben wollt. Wir fahren in irgendeinen Vorort von Perth (Transperth hat ein tolles Nahverkehrsnetz!) und finden gleich den gesuchten Van samt Besitzer. Nun, kurz gesagt, das Auto entsprach nicht unseren Vorstellungen. Gutes Baujahr, vielleicht, aber weder sauber noch ansprechend.

Zurueck in der Stadt haben wir uns erstmal auf die Suche nach einer SIM Card fuers Handy gemacht. Dummerweise war am Montag, 26.01.2009 Australia Day was soviel heiszt: alles dicht! Gluecklicherweise gibts noch Telefonzellen (Skype kannst in Australien vergessen, Anrufe ins Handynetz haben eine grausame Qualitaet) und wir vereinbaren einen Termin fuer Auto Nr. 2. Den Besitzer finden wir in einem Hostel gleich bei uns um die Ecke und er zeigt uns seinen Van (auch ein Mitsubishi L300 Bj 1993). Diesmal ein anderes Bild: sauberer und gepflegter. Der Besitzer hat auch ein Service machen lassen und will 4500AUD dafuer. Irgendwie sind uns die Mitubishi L300 doch etwas klein. Bett passt zwar rein aber sonst ist kein Platz mehr (auszer halt unterm Bett). Aber als eine moegliche Option halten wir uns den Van offen.

Die Ausbeute war nicht gerade berauschend. Die umstaendliche Kommunikationsmoeglichkeiten (Skype sucks!) deprimieren etwas und da wir extrem muede sind verschieben wir die Suche auf den naechsten Tag.

Dienstag, ist ein freundlicherer Tag. Erstens, haben alle Geschaefte wieder offen und zweitens sind wir wesentlich ausgeschlafener. Wir gehen shoppen und kaufen uns eine Optus Pre-Paid Card und koennen endlich telefonieren ๐Ÿ™‚ Dann besorgen wir uns noch einen mobilen (3G) Internetzugang von Virgin Mobile und somit haben wir erstmal unsere Kommunikationsbeduerfnisse gestillt ๐Ÿ™‚

Weiter gehts mit der Suche nach unserem Traumauto. Wir finden auf Gumthree weitere Vans und rufen mit unserem “neuen” Handy an. Termin fuer Mittwoch ausgemacht. Naechstes Objekt, wieder ein Termin fuer Mittwoch. Und so gehts Schlag auf Schlag und durch Zufall sind 3 wirklich schoene Angebote dabei die uns interessieren. Abgerundet wird das ganze noch mit zwei Angebote die uns eher als Vergleich interessieren.

Kriterien? Nun, ein Van mit Bett sollte es sein mit allem notwendigen Campingequipment. Servicehistory und ein moeglichst kurz zurueckliegendes Service haetten wir gerne. Und wenige als 300.000km am Buckel. Mechanische Probleme sind fuer uns als Laien sowieso schwer zu beurteilen und so beschraenken wir uns auf ein paar grundlegende Tests. Tips dazu haben wir von Papa und Dorits Freund bekommen.

Das tolle an Australien (was gleich mal auffaelllt) ist die Anzahl der Irish Pubs. In unserem Stadtteil hab ich schon 3 gefunden. Guinness ist aber auch sonst weit verbreitet. In einem Pub gabs Shepards Pie fuer 6AUD (3EUR) und so fressen wir uns voll und freuen uns auf Mittwoch um die Autos zu besichtigen. Vielleicht ist ja “unser” Schmuckstueck dabei!