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Day: February 12, 2009

Auf nach Esperance! Oder: Beach Holidays!

Auf nach Esperance! Oder: Beach Holidays!

In der Mason Bay haben wir ein paar gute Tipps zum Thema “Gravel Roads” erhalten. Es gibt angeblich gute Strassen auch (in dieser Gegend), den ein Rueckweg ueber die Ocean Road waere das Letzte was ich probieren will… Manche dieser “guten” Roads vertragen sogar 100km/h! Auszerdem soll man die kleinen Huckel bei 60-70km/h kaum spueren. Gut, wir probieren das mal aus 😉 Auch den Rueckweg hat man uns erklaert, und siehe dar: ein Gravel-“Highway” und wir cruisen (oder besser: Conny rast) mit knappe 100km/h dahin und so machen wir schnell Kilometer.

Unser Tagesziel: Esperance! Ich les etwas im Reisefuehrer (fuer was hamma dieses Teil ueberhaupt?) und dort steht, die Lucky Bay im Cape Le Grand NP soll traumhaft sein. Also, nix wie hin! Sind ja “nur” 250km…

Die Landschaft zieht vorbei, Weizenfelder so groß wie ganze Marktgemeinden bei uns daheim saeumen die Strasse links und rechts. Zwischendurch mal ein Roadhouse oder eine kleine “Nature Reserve”. Dank der Monopolstellung der Roadhouses bezueglich Sprit zahlen wir halt mal gleich 25cent/Liter mehr als in Albany…

Egal, wir erreichen Esperance und die kleine Stadt gefaellt uns. Wir haben auch mal wieder Optus Empfang (wo der Anbieter seine GSM Basisstationen versteckt hat ist uns schleierhaft. Zwischen Albany und Esperance ist nirgendwo Empfang und das sind doch gut 450km!) und gehen Skypen und unsere EMails abholen. Der Nachholbedarf ist groesser und so verbringen wir mit Einkaufen etc gut 2 Stunden dort. Aber dann gehts ab nach CAPE LE GRANDE! Wir kommen an und sind … sprachlos. Die Bucht, wo wir schlafen wollen, wie gemalen. Sichelfoermig, tuerkisblaues Wasser und ein kitschiger, weisser Sandstrand. Dahinter erhebt sich sanft eine gruene Huegellandschaft.

Wir ruesten uns wiedermal fuer ein BBQ. Mittlerweile haben wir ja schon den Dreh herrausen und auch das passende Werkzeug befindet sich in unserem Besitz 😉 Und wen treffen wir wieder? Die 2 Bergsteiger vom Mt. Bluff Knoll, ein Paerrchen aus Canada&Perth. Wir tratschen und diskutieren und so ists ja kein Wunder, warum wir kaum zum Blog und Tagebuch schreiben kommen.

Heute (wow – so zeitnah gibts einen Blogeintrag schon lang net mehr) in der Frueh, nach dem Fruehstueck, spazieren wir zum Beach. Der Sand ist eigenartig, recht kompakt und nicht so staubig wie die anderen Straende (z.B. Smiths Beach). Fast klebrig wuerd ich sagen und sehr angenehm. Die Bucht liegt wunderbar geschuetzt, sanft faellt hier das Meer ab aber zum Schwimmen ist es eindeutig zu windig. Wir entscheiden uns fuer einen leichten Trek Richtung “Thristle Cove”. Wir wandern quer durch die wild-sanfte Landschaft, der Kueste entlang zur naechsten Bucht.

Danach kehren wir zum Van zurueck und packen zusammen. Naechster Stop: Hellfire Bay. Es wird extrem warm und in dieser Bay ist es windstill und wir legen Badekleidung an. Ab ins Wasser! Kostet aber einiges an Ueberwindung. Dank der antarktischen Stroemung liegt die Wassertemperatur bei gerade mal 22°! Aber so bilderbuchmaessig wie es hier ist, da musz man einfach baden 😉

Danach tuckerten wir gemuetlich nach Esperance zurueck. Ich bekomme meinen dringend notwendigen Haarschnitt und Conny eine neue Hose. Ihre heissgeliebte Edusche Hose hat nach fast 5 Monaten Dauerbelastung aufgegeben… (oder besser gesagt: Durchwetz-Erscheinungen bekommen).

Mit neuem BBQ Fleisch bewaffnet und frischem Eis im Esky drehen wir noch eine Runde am “Ocean Drive” der an den besten und huebschesten Straenden nahe Esperance vorbeifuehrt. Einfach nur: Ahhh! Ohhh! Wooow!

Und so sitzen wir hier nun am Campingplatz (oder wie es hier so heiszt: Tourist Park oder Holiday Park), vollgefressen und holen unsere “literarischen Pflichten” nach 🙂

Morgen fahren wir nach Norden. Das Wetter soll hier schlechter werden und so verlassen wir die Traumstraende und es geht ab nach Norseman bzw. Kalgoorlie (beruehmt fuer ihre Minen bzw. aus der Zeit des Goldgraebertraums).

Mt. Bluff Knoll, Albany und Cheney Beach bis nach Mason Bay

Mt. Bluff Knoll, Albany und Cheney Beach bis nach Mason Bay

Camping im National Park (NP) ist klasse, manchmal gibts den Platz sogar fuer lau 😉 Weiter im Norden liegt (noch im Stirling NP) der “Bluff Knoll”. Ganze 1095 Meter hoch, fuer unsere Begriffe eher ein Huegel als ein ernstzunehmender Berg, steht er hier in der unendlichen Weite des Flachlandes recht einsam dar. Westlich sind nur noch die (weitaus niedrigeren) Erhoehungen der Stirling Range zu sehen.

Auf knapp 500 Hoehenmeter (!!) ist der Besucherparkplatz. Der Weg hier rauf ist gesaeumt mit “Caution! Steep ascent!” und “20km/h” Schilder. Die Aussis sind keine Bergstrassen gewohnt und fuer uns (beinahe) Alpinbewohner sind die paar Grad Steigung laecherlich 😉 Vom Parkplatz hat man die Moeglichkeit auf den Bluff Knoll zu wandern. Ganze 3-4 Stunden soll man dafuer brauchen (lt. Schild). Also, Jause gepackt und los gehts!

Nach keinen 20 Minuten braucht Conny die erste Motivationsstandpauke um den Aufstieg fortzusetzen. Ich denke, wir haben das Training dringend noetig 😉 Und so geht es immer weiter steil bergauf, durch dichte Vegetation und vorbei an 2 Salamandern und nach keinen 1 1/2 Stunden stehen wir am Gipfel. Atemberaubend! Ein wunderbarer Tag, perfekte Fernsicht und das Gefuehl unendlich Weit sehen zu koennen…

(Wie immer, aufs Bild klicken um das Video zu starten!)

[flash http://gallery.tzis.net/pictures/2008_2009_Weltreise/42_Margaret_River_to_Nullabor/Timelaps.flv w=640 h=480]

Wir sind nicht allein hier oben und so entspannen wir und tratschen mit den anderen Wanderern. Conny staubt mal wieder eine Unmenge an Reisetipps ab (“Esperance – its to die for! Soooo lovely!”).

Den Rueckweg schaffen wir im Eilschritt in weniger als 45 Minuten (!!).

Der Rueckweg nach Albany ist unspaektakulaer. Unser Tagesziel ist Cheney Beach, gute 50km oestlich von Albany und dann noch weitere 20km den Spitz entlang. (Insgesamt haetten wir an diesem Tag wieder mal gut 200km zurueckgelegt. Oarg nicht?) Der Caravanpark dort ist lauschig. Wie immer gibts ein BBQ (Kangaroo Steak, yummy!) und die lebenden Vertreter unseres Abendessens kommen zu spaeterer Stunde auch zu Besuch! Waehrend wir im Van liegen und Tomb Raider gucken, pirschen sich 8 Kangaroos heran. Wie Conny aus dem Rueckfenster guckt, sieht sie sie grad beim Futtern zwischen Van und Duschen. Suess 🙂 Wie ich etwas spaeter Zaehneputzen geh und um die Ecke zur Tuere biege, haets beinahe einen Zwischenfall àla “Zahn um Zahn, Auge um Auge..” gegeben: schauen mich 2 Kangaroos boese an. Die Tiere haben die Ruhe weg und ich spazier weiter, mit dem Gefuehl von mehr als 4 Augen beobachtet zu werden…

Am naechsten Tag sind die Tiere weg (na no na..) und nach dem Fruehstueck gehts weiter gen Westen. Vorher biegen wir aber links ab und steuern den Nationalpark (der noerdlich von Cheney Beach liegt) an. Ueber die Gravelroad (Schotterstrasse) tuckern wir zu einem idylischen kleinen Fleckchen Erde. Der Tag faengt gut an … (und net nur wegen den Kellogs) 😉

Dann fahren wir weiter zum Fitzgerald River Nationalpark. Liegt ja “nur” 200km von Cheney Beach weg. Note: je weiter oestlich wir kommen, desto groeßer werden die Distanzen! Im Fitzgerald River NP gibts eine Strasse die uns besonders interessiert, der sog. Hamersley Drive, eine Gravel Road rund 60km lang welche quer durch den NP fuehrt und in Hopetoun endet. Unser Plan ist es knapp vor Hopetoun am 4 Mile Beach zu campen. Dummerweise ist der Spot auf unbestimmte Zeit geschlossen, wegen Buschfeuer. Auf einer anderen Tafel stand, dass unser Hamersley Drive teilweise Baustelle ist. Wegen Ueberschwemmungen. Dilemma?

Wir tuckern der Strasse entlang, die meiner Meinung nach die Koenigsklasse einer Gravel Road darstellt. Im Gegensatz zu den sonst ueblichen kleinen Buckeln (quasi Mini-Speedbumps) die mehr als 20km/h zu einer Ruettelpartie werden laesst, ist die Strasse perfekt flach. Und so “rasen” wir mit 60km/h durch die wunderhuebsche Landschaft. An der Kueste finden wir eine Bucht, die fast zu kitischig idylisch ist, um wahr zu sein. Wir kurven ein paar Stunden im NP herum und landen schliesslich in Hopetoun.

Dort nehmen wir die “Ocean Road”, welche uns zu Mason Bay fuehren soll, wo wir gratis campen koennen. Die ersten 12 Meilen sind wunderbar asphaltiert, danach kommt ein Gravel-Alptraum der uns weitere 12 Kilometer weichklopft. Etwas genervt tuckern wir so langsam es geht, jedem Huckel ausweichend, was einfach unmoeglich ist, dahin. Die Mason Bay erreichen wir dann noch Einbruch der Dunkelheit (Juhu!) und es gibt endlich was zu futtern 😉 Danach folgen Szenen, die Conny mit “Ich hab noch nie an Himbeersonnenuntergang gesehen!” beschreibt…

Aber schauts euch selber an:

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