Wayhalla – Flinders Range – Barossa Valley – Victor Harbor

February 24th, 2009

Es wird Zeit, dass wir Kilometer machen, da wir ja schon am 27.02 in Melbourne sein wollen!

Wir fahren also von Wayhalla ueber Port Augusta zur suedlichen Flinders Range. Dort einen Abstecher zu “Mt. Remarkable” – den wir uns sicher merken werden, aufgrund der steilen Strassen ;- – und dann durch das Cale Valley ins Barossa Vallay.

Hoert sich nach nicht viel an, oder? Nun, die Strecke ist gut 450km! Quasi ein Tag nix anderes tun als fahren, fahren, fahren und a bisserl Gegend schaun.

Das wird nach 2 Tagen nervig, deshalb haben wir fuer den naechsten Tag uns viel Zeit genommen und werden langsam bis nach Victor Harbor gondeln. Das Barossa Valley ist, aehnlich wie Margaret River, beruehmt fuer seine Weine. Speziell Shiraz gedeiht hier. Bei uns daheim kennt man Weingueter wie Jacob’s Creek oder Penfolds die hier einen Sitz haben.

Erster Stopp auf unserer Kulinariktour ist eine Microbrewerie, die u.A. Hefe und Malz aus Deutschland importiert! Das Bier ist, erwartungsgemaess, geschmacklich voller als die meisten australischen Sorten. Keine Frage, da hab ich mir ein 6er Tragerl eingepackt :-)

Danach gehts zu ein paar Weinguetern und im Gegensatz zu anderen Weingegenden, kann man hier gratis probieren, mit den Leuten tratschen, etc. Abschliessend besuchen wir noch einen Produzenten der Wein aus anderen Fruechten als Trauben herstellt. Z.B. Kirsche, Marille, Zwetschke, etc. Gleicher Prozess aber nur statt Trauben – die andere Frucht. Das Resultat ist teilweise sonderbar aber der Kirschwein hat bei Conny ein neues Zuhause gefunden :-)

Nach einer Jause fahren wir weiter nach Hahndorf. Entstanden durch deutsche Siedler (merkt man sofort: eine Unmenge an lutheranischer Kirchen und Schulen sowie die Haelfte der Leute hier haben deutsche Nachnamen), liegt dieses Doerfchen in den malerischen Adelaide Hills. Nach einem Eiskaffee gehts weiter nach Victor Harbor, wo wir uns fuer eine Penguin Tour angemeldet haben.

Die Tour beginnt spaet, erst gegen 20:30. So haben wir genug Zeit und cruisen durch traumhafte Landschaften durch die Huegelwelt. Und dank GPS verfahren wir uns auch net ;-)

Auf Granite Island, der kleinen Insel die Victor Harbor vorgelagert ist, hat sich eine Kolonie von “little Penguins” niedergelassen. Rund 450 Tierchen leben hier und jeden Abend kommen sie nach Sonnenuntergang von ihrem Tagesausflug ins Meer zurueck an Land. Diese “coming home” laesst sich dank einer gefuehrten Tour wunderbar beobachten. Mit Taschenlampe bewaffnet rueckt der Guide mit einer Gruppe von gut 30 Leuten aus. In einem Rundgang, der knapp eine Stunde dauert, haben wir neben 6 Possums und ner Maus, 4 Penguine gesehen und das aus fast 3 Meter Naehe. Cool :-) Conny ist begeistert und hackt einen weiteren Punkt ihrer “The reasons why I’m in Australia” Liste ab.

Eyre Peninsula

February 24th, 2009

Nach der gluecklichen Landung in Ceduna, steht die Eyre Peninsula auf dem Plan. Diese Peninsula (Halbinsel) ragt mit der Spitze nach Sueden und wird von den Orten Ceduna und Port Augusta nach oben begrenzt.

Wir brechen im Shelly Beach Carvan Park auf und fahren nach Sueden. Ein kurzer Abstecher zum Smokey Bay, “a short look” in der Streaky Bay, etc. und so tuckern wir langsam und gemuetlich der Westseite entlang. Highlight des Tages ist die Seelöwenkolonie. Zuerst hatten wir zwar 50km Schotterstrasse zu ueberwinden, aber dafür duerfen wir die Aussicht von der Besucherplatform geniessen. Rund 25 Seeloewen beobachteten wir von dort aus beim Schwimmen, Faulenzen und zwei sogar beim Raufen. Danach gings weiter zum Tagesziel: Venus Bay. Dort uebernachten wir um Caravan Park, braten die restlichen Wuerstl ab und geniesen den Abend.

Am naechsten Tag gehts weiter Richtung Port Lincoln (ist ganz an der Suedspitze). Tala Caves und so manche Bay guggen wir uns an, der Coffin Bay NP ist leider nur 4WD only so koennen wir mit unserem Gefaehrt nicht rein – soll aber wirklich huebsch sein! Stattdessen wollen wir uns den Lincoln NP ansehen, gleich neben dem Staedtchen. Bei der Touristinfo wird uns noch gesagt, dass die Strassen etwas “rough” sind – Schotterstrassen eben, wie in den meisten NPs. Als wir aber beim 60iger Schild nach der Einfahrt des NP vorbei waren und auf gemuetliche 50km/h beschleunigt haben, wars nach kurzen 3km vorbei mit lustig. Die Strasse ist gesaeumt mit Schlagloechern und querverlaufenden, wellenfoermigen Sandanhaeufungen. Mit schlappen 20km/h kriechen wir die 25km zu unserem Campingplatz. Gut durchgeschuettelt und zum Glueck mit heilem Van kommen wir beim erst besten Spot an. Eventuell sollten die $12,5 fuer den Eintritt eher in die Strassensanierung als in Infomaterial gesteckt werden…?

Als Strategie zur Kangaroodezimierung (erschiessen will die Vieher wohl niemand) wurde im Park die Anzahl der Wasserloecher reduziert. Als Folge haben die Tiere den Menschen als potentielle Resource entdeckt. Kaum Stuehle und Tisch ausgepackt sind die ersten 2 Kangaroos schon auf 3 Meter rangerueckt. Einerseits putzig aber mit scharfen Klauen bestueckt. Und so ein Fight um die Wasserflasche geht fuer uns Menschen sicher nicht so gluecklichh aus… (ohne Hilfsmittel). Zum Glueck lassen uns Mama und ihr Joey (Kind) in Ruh und versuchen stattdessen ihr Glueck an des Nachbarns Campingdusche. Dumm sind die Vieher ja net ;-)

Am naechsten Morgen brechen wir auf und Conny darf ihr Glueck mit der Ruettel-Schuettel Strasse versuchen. Nach einer knappen Stunde fuer 25km sind wir drausen und freuen uns richtig eine NORMALE Strasse wieder unter den Reifen zu haben. So lernt man Asphalt richtig zu schaetzen! Weiter gehts nach Norden, wir cruisen bis nach Wayhalla.

Zusammengefasst ist die Eyre Peninsula fuer Leute mit 4WD sicher eine super Gegend, fuer uns, wo die Zugangsmoeglichkeiten sehr limitiert sind, leider eher nur sinnloses herumfahren.