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Day: March 3, 2009

Neue Fotos online! SA & Victoria & Tasmania (Teil1)!

Neue Fotos online! SA & Victoria & Tasmania (Teil1)!

Neue Fotos sind wiedermal online!

Also, wir haben:

Flinders Range, Barossa Valley und Victor Harbor: http://gallery.tzis.net/index.php?folder=/2008_2009_Weltreise/45_Flinders_Range_Barossa_Valley_Victor_Harbor/

Von dort nach Melbourne (am Princess Hwy entlang): http://gallery.tzis.net/index.php?folder=/2008_2009_Weltreise/46_Bis_Melbourne/

Und dann: TASMANIEN! Teil 1: http://gallery.tzis.net/index.php?folder=/2008_2009_Weltreise/47_Tasmania_1/

Viel Spass beim Anschaun – und wehe es vergisst wer die Eintraege weiter unten zu lesen! 😉

Tasmanien! – Devonport, Mt. Craddle und Strahan

Tasmanien! – Devonport, Mt. Craddle und Strahan

Um 6:00 frueh kommen wir in Devonport an. Geschlafen? Also ich bewunder Conny wie sie in einem Sitz schlafen kann, ich jedoch war die halbe Nacht munter …

Nachdem wir beim McDonalds gefruehtstueckt und uns mit neuem Infomaterial bei der Touristinfo eingedeckt haben (die oeffnet sehr passend fuer die Faehre schon um 07:30!), gehts los nach Mt. Craddle. Angeblich eines der Top 3 Sights auf Tasmanien – da musz man dann schon gewesen sein, oder? 😉

Erste Erkentniss nach gut 20km: ist ist kalt hier! Nach weiteren 10km: die Strassen sind eindeutig enger und kurviger als am Festland! Hier machts Autofahren so richtig Spass 😉

Nachdem wir die bewohnten Gebiete hinter uns gelassen haben, verlaeuft die B28 immer weiter in dicht bewaldetes Gebiet. Die Landschaft wird wilder (na irgendwo musz ja die Werbebezeichnung: “The western Wilderness” herkommen…) und unberuehrter. Sogar die Anzahl der Strommasten nimmt ab. Und irgendwann ist die Strasse das einzige Anzeichen von Zivilisation…

Als wir Craddle Valley erreichen sind wir restlos begeistert. So huebsch ist es bisher kaum wo gewesen.

Wir ergattern einen, mitten im Wald gelegenen, Campingplatz (Natur hat hier ihren Preis: $30 fuer eine unpowered Site..). Die Entfernungen auf Tasmanien sind zum Glueck kuerzer: ca. 150km sind wir gefahren – nur! Haben aber gut 2 1/2 Stunden gebraucht. Dafuer ist es vor 12:00 und ich kann etwas Schlaf nachholen…

Nach dem Mittagessen fahren wir mit dem Shuttlebus (gratis!) vom Parkplatz des Nationalparks – der das ganze Mt. Craddle Gebiet beschuetzt – zum Dove Lake. Das ist der Startpunkt fuer ueber 30 Wanderrouten, die rund um und durch und kreuz und quer durch das Gebiet fuehren. Wir entscheiden uns fuer eine kleine Runde (nur 3 Stunden, ist ja schon halb 4!) zu Marions Lookout. Liegt auf gut 1200 Meter und der Weg fuehrt steil, gerade rauf auf den Aussichtspunkt. Von dort hat man eine traumhafte Aussicht auf Dove Lake und auf die umliegenden Seen, Gipfeln, etc. Wow! Danach spazieren wir einen weitergefassten Weg talwaerts, vorbei an “Wombat Pool”, “Crater Lake”, etc.

Wieder beim Van gibts Abendessen, eine heisze Dusche und Besuch von 2 Wallabys. Die Tiere haben kaum Scheu vor uns und lassen sich aus wenigen Zentimetern (20-30!!) beim Futtern beobachten. Von 2 Paar Augen und einem Objektiv 😉

Tasmanien liegt schon sehr weit im Sueden. Hier steht die Welt ja am Kopf und Sueden heiszt: es wird kaelter! Und zwar richtig! Conny rollt sich im Schlafsack und ich in 3 Decken.

Am naechsten Tag gehts nochmal rein in den Nationalpark. Diesmal wandern wir die knapp 8Kilometer vom Dove Lake am Boardwalk das Tal entlang. Wiedereinmal: WOW!

Dann fahren wir weiter nach Strahan. Der Weg ist das Ziel lautet unser Motto und wir cruisen durch gruene Waelder wo noch immer Baeume stehen und wachsen wie vor hunderten Jahren… Ab und zu ein Staudamm (Tasmanien produziert 50% der Hydropower von Australien) und Strommasten aber so geschickt plaziert, sodass die Szenerie fast ueberall einfach nur wunderhuebsch ist. Dieser Teil ist fast “gebirgig” und so gehts die meiste Zeit rauf und runter, Kurve um Kurve, etc. Herrlich 🙂

Nach ein paar Stunden (fuer gut 150km!) erreichen wir Strahan, ein kleines Dorf an der Westkueste. Wir lassen den Ort hinter uns. Als Uebernachtungsplatz haben wir die “Ocean Beach Reserve” ausgesucht, ca. 5km weiter.

Warum das ein “Naturereserve” ist erfahren wir durch Zufall spaeter, als ploetzlich immer mehr Leute ankamen. Nicht zum Campen oder Uebernachten. Fischer in der Minderheit und Schwimmer – bei den Temperaturen? Nein, hier soll angeblich eine besondere Vogelart Zwischenstopp auf der Reise: Suedpol – Sibirien machen. Uns eigentlich egal aber wir unterhalten uns gut mit einigen anderen Reisenden. So “nebenbei” kann ich in Ruhe einen schoenen Sonnenuntergang dokumentieren…

Portland, Great Ocean Road nach Melbourne

Portland, Great Ocean Road nach Melbourne

Nahe Portland, gibt es Cape Bridgewater. Dieser Ort ist beruehmt fuer seine Seal Colony und Steilklippen. Entlang eines – wie immer gut angelegten – Wanderweges spazieren wir knapp eine Stunde lang auf die Spitze der Klippen. Von einer Aussichtsplatform aus sehen wir eine Unmenge an Seals die sich in einer kleinen geschuetzten Bucht zusammengerottet haben. Leider jedoch, nicht so nah wie am Abend zuvor im Hafenbecken.

Danach fahren wir der Kueste entlang Richtung Osten (so wie immer halt..) und halten auf die “Great Ocean Road” zu. Die Strassen werden kurviger und anspruchsvoller zu fahren. Schon recht spaet erreichen wir endlich den ersten Aussichtspunkt an der Great Ocean Road. Just in dem Moment wie Conny das Auto parkt und den Motor abstellt, vernehmen wir ein dezentes “pffffff…”. Wir koennen wunderbar beobachten wie unser linker Vorderreifen sein Leben im wahrsten Sinne des Wortes – aushaucht.

Eigentlich kein Drama, Reifenwechseln hab ich dank Papa gelernt und an Mamas Auto geuebt, jedoch ists mit knapp 35° schweisstreibend. Reservereifen ist wunderbar zugaenglich: eine Schraube darf 5cm rausgedreht werden, dank Tow-Bar die ganze Drehungen unmoeglich macht, schraub ich am Rollsplit knieend eine gute Viertelstunde… Endlich den Reservereifen befreit geht das Wechseln flott von statten. Dann wiederholt sich aber die Schraubprozedur aber nach weiteren 15 Minuten ist der kaputte Reifen verstaut.

Verschwitzt und genervt entschaedigt aber die wunderschoene Landschaft. Kein Wunder warum die Great Ocean Road zu den Top 10 Highlights von Australien gehoert. Wir fahren weiter und quatieren uns in Port Campbell ein.

Am naechsten Tag schaun wir kurz bei der Tourist-Info vorbei. Da ja Bushfire-Saison ist und anscheinend die Witterung fuer den aktuellen Tag (Freitag) das Gefahrenbarometer auf “Ultra High” schnellen laesst, fragen wir zur Sicherheit nach. Es wird uns nahe gelegt die Kueste zu meiden und durchs Landesinnere zu fahren, also planen wir um und schaun auf den Weg nur noch die 12 Apostel an. Danach gehts schnur stracks nach Melbourne.

Auf dem Weg dorthin organisieren wir uns einen neuen Reifen ($87 – Autsch!) bei KMart dafuer wird dieser aber gleich montiert und der kaputte Entsorgt. Jetzt sind wir wieder gut geruestet 😉

Aldi’s Expansion hat sogar schon Melbourne erreicht und wir shoppen das erste Mal in einem Discounter. Das Konzept ist hier in Australien je recht unbekannt. Es ist fast erschreckend wie aehnlich der Aldi hier unseren ist, ob die Filiale in Australien oder Austria steht – kaum ein Unterschied….

Am Abend erreichen wir Port Phillip in Melbourne wo wir unsere Faehre nach Tasmanien gebucht haben. Die Faehre ist RIESIG, 6 Ebenen als Garagen und 2 Decks mit Kabinen bzw. Seats. Das Beladen dauert gut 2 Stunden und puentklich um 20:00 legen wir ab. Quasi zum Abschied vom Festland taucht ein blutroter Sonnenuntergang den Hafen von Melbourne in eine dramatische Szenerie…

Am Princess Hwy nach Mt. Gambier, The Grampiens und Portland

Am Princess Hwy nach Mt. Gambier, The Grampiens und Portland

Von Victor Harbor aus gehts weiter nach Osten am Princess Highway entlang. Dieser fuehrt, entlang der sog. Limestone Coast, der Kueste und man sieht u.A. ausgetrocknete Salzseen.

Unser Ziel ist Mount Gambier, rund 360km von Victor Harbor entfernt. In Wellington setzen wir mit einer kleinen Kabelfaehre ueber den Fluss (dass sich das rentiert?) und in Kingston SE (South East, gibt wohl mehrere Kingston in South Australia) machen wir ein schnelles Foto vom “Giant Lobster” – einer 18 Meter hohen Hummerstatue! Als Blickfang und Werbung fuer das neben ansaessige Seafoodrestaurant gedacht, hats wohl nicht so ganz funktioniert… Den das Restaurant steht zum Verkauf (wie auf dem RIESEN Sales – Plakatt zu lesen ist).

Mount Gambier ist beruehmt fuer seinen Suesswassersee, der die Stadt mit Trinkwasser versorgt. Ansich ist ein See nichts besonderes, aber, wenn der See in einem Vulkankrater ist und davon gleich 3 Stueck in naechster Naehe sind, dann sehrwohl! Einer davon heiszt treffend “Blue Lake”, aufgrund der Farbe. Nebenbei ist selbst die Stadt mit Sinkholes, Hoehlen, etc. durchzogen. Eine Sinkhole wurde um 18. Jhdt zu einem Garten umgebaut, der heute frei zugaenglich ist. Eine andere Cave befindet sich direkt neben dem Rathaus und dient als Park. Genial!

Von Mount Gambier fahren wir am naechsten Tag weiter nach Dunkeld und Halls Gap. Halls Gap liegt direkt im “The Grampiens Nationalpark”. Aja, wir sind mittlerweile in “Victoria”, die Grenze zwischen den beiden Bundesstaaten ist bis auf ein Schild fast von uns uebersehen worden…

The Grampiens – kurz gesagt – WOW! Ein See, von Bergen umgeben, wie aus dem Bilderbuch. Man stelle sich eine sanfte Huegellandschaft, ewig weit, vor, in der Mitte steile, hohe Berge (1000Meter und mehr) die ein Tal von rund 60km Laenge umschliessen. Im Tal, ein großer See und ein huebscher kleiner Ort. Wir kurven die ersten echten Bergstrassen in Australien (bzw. seit Tibet) rauf und machen Rast bei einem Aussichtspunkt wo es zu “The Balconies” geht. (Beruehmtes Fotomotiv, eh kloar) Dann weiter zu einem anderen Aussichtspunkt und dann wollen wir zu unserem Campingspot fuer die Nacht. Dummerweise ist dieser nirgends angeschrieben? Wir landen schon fast im Ort am Fusse der Berge und haben den Campingspot noch immer nicht gefunden. Dunkel wirds, dank der neuen Zeitzone in Victoria ists gleich noch ne halbe Stunde spaeter auf der Uhr. Wir fahren weiter zu “Plan B”. Sonne geht fast unter und aber wir haben einen schoenen Platz fuer die Nacht 😉

Kaum angekommen, pirscht sich ein Kangaroo an unser Auto heran. Kaum scheu, futtert es gemuetlich keine 2 Meter von uns entfernt. Unsere Campingnachbarn bezierzen das Tier und es laesst sich sogar streicheln. Conny ist begeistert und wir filmen fast eine Speicherkarte voll. Das Tier scheint seine Rolle als Hauptdarsteller zu geniesen und posiert, zeigt sich von seiner besten Seite 😉 Als Belohnung entsorge ich die Reste (Schalen) von unseren Gurkensalat neben einen Baum. Ist ansich “Littering” aber kaum wollen wir schlafen gehen, hoeren wir das Kangaroo genuesslich die Gurkenschalen verputzen. Am naechsten Morgen ist alles weg. Dafuer haben wir die so ziehmlich kaelteste Nacht seit Tibet erlebt. 9° mit einer leichten Daunendecke – hrm – wir sind eindeutig falsch ausgeruestet 🙁

Am naechsten Tag fahren wir unsere Runde um den Nationalpark fertig. In Halls Gap machen wir eine Kaffeepause und dann gehts weiter nach Portland!

Portland liegt an der Kueste. Dort statten wir der Touristinfo eine Besuch ab und packen wieder mal 2kg Infomaterial ein. Diesmal goennen wir uns wieder einen Caravanpark. Am Abend spazieren wir an den Pier und sehen den Fischern beim Putzen des Tagesfanges zu. Was eigentlich so interessant wie Werbepausen im Hauptabendprogram ist. Waeren da nicht die 2 Seeloewen und der Stingray gewesen, die sich ueber die Fischabfaelle hergemacht haben. Oarg! Waehrend die Fischer geputzt und die Reste ins Meer geworfen haben, haben die Seeloewen daneben gewartet und gefuttert. Die Tiere haben wir aus gut 2 Meter Entfernung beobachten koennen. So nah kommt man ausser in einem Zoo selten ran! Das Spektakel findet anscheinend taeglich statt, denn die Tiere schaun recht gut genaehrt aus … 😉 Das Conny ueber happy war, brauch ich hier denke ich, nicht erwaehnen oder? :-))