Browsed by
Day: March 12, 2009

Snowy Mountains oder: ein Huegel als hoechsten Berg…

Snowy Mountains oder: ein Huegel als hoechsten Berg…

Camping ist einfach nur supppppaaa! 🙂 Nachdem wir unser Lager abgebrochen haben, fahren wir noch etwas der Strasse zum Gipfel entlang. Oder was hier halt so ein Gipfel ist… eigentlich ist der ganze NP ein Plateau, nur halt 1000 Meter hoeher als der Rest. Gipfel koennte hier jeder groessere Stein sein…

Conny “darf” die 25km wieder ins Tal fahren (und hat sicher ebensoviel Spass wie ich beim Rauffahren gehabt 😉 ). Unser naechstes Ziel? Berge! Viele, viele Berge! Auszerdem sind wir in Campingstimmung (sowie frisch geduscht) und wollen noch mal Wildniss pur haben. Also, weiter Richtung NSW (New South Wales) und zu den Snowy Mountains. Dort gibts auszerdem den hoechsten Berg Australiens: Mt. Kosciuszko. Ganze 2228 Meter hoch (ist nicht der Hochschwab hoeher…?) ist der Huegel und liegt mitten in den australischen “Alpen” … suess 🙂

Bevor wir aber dorthin kommen, muessen wir rund 150km zur “Grenze” des Nationalparks zuruecklegen. Danach gehts nochmal rund 70km in die Snowy Mountains rein. Da es schon spaet ist, suchen wir uns einen netten Campingplatz, grillen die Pfeffersteaks (yea – IGA sei dank!) und Lammwuerstl (ui …hehe). Wir essen schnell und mit wachsamen Auge: denn wir fuehlen uns beobachtet und das aus gutem Grund. Eine Mannschaft von Kangaroos umgiebt und beaeugt uns und die Anzahl der Tiere ist gut und gerne 3-stellig…

Egal – wir geniesen den Abend und schlafen wie immer gut.

Am naechsten Morgen ist es unser Ziel, den hoechsten Berg Australiens zu erklimmen. Lustigerweise ist der Berg nach einem polnischen General benannt worden (von einem polnischen Erkunder der in der Form des Berges das Grab des Generals erkannt haben will…). Die erste Etappe ist ja nicht schwer: von 1600 Meter auf 1900 Meter mit dem Sessellift. Danach spazieren wir (oder lt. Conny “rennen wir”) die 6.5 Kilometer auf einer quasi “Autobahn” den Gipfel rauf. Die Aussis haben so eine Sorge um ihre Umwelt, das der Wanderweg durchwegs befestigt ist: entweder sind Steine gelegt (und mit Beton verankert), Stege aus Metall konstruiert oder geschotterte Wege angelegt. Oarg! Sowas wuerd sich bei uns daheim keiner Einfallen lassen…

Immerhin schrumpft der Berg ja: man schaetzt, dass in einigen Millionen (!!!) Jahren der Berg weg sein soll. Liebe Australier: wenn EURE Zivilisation zumindest 100.000 Jahre ueberlebt, DANN koennt ihr euch um den Berg sorgen… aber sowas ist schon etwas uebertrieben?!

Der Weg von 13km (hin und zurueck) soll gute 4-6 Stunden dauern. Keine Ahnung bei welchem – absolut perfekt versteckten – Wirtshaus so lange pausiert werden soll, wir waren jedoch nach rund 3 Stunden (“rennen”) wieder vom Berg herunten. Inklusive einer Pause von fast einer Stunde am Gipfel… Eventuell sind die Zeiten ja fuer Rollstuhlfahrer berechnet, denn bis auf wenige Stufen ist der Pfad absolut Behinderten gerecht. Nett! Zig Tafeln warnen vor den heimtueckischen und lebensgefaehrlichen Wetterumschwuengen, die in diesem “Hochalpinen” Gelaende passieren koennen. Zu recht? Ich verstehe, dass dies einer Stoeckelschuhprinzessin vllt. doch nicht so ganz klar ist…

Warum Stoeckelschuprinzessin? Nun, der zum Berg gehoerende Ort ist “Thredbo” oder wie manche andere sagen “Yuppieville”. Ein “high-society” Skiort, Luxishotels und Boutique-Lodges mit einem Preisniveau knapp unterm Gipfel. Skifahren duerfte wohl fuer die Sonnenverwoehnten Aussis richtiger Luxus sein… 😉 (Aja, die “Eintrittssteuer” fuer Thredbo etc ist 27AUD. Pro Tag und Auto.)

Weg von dem Aussi-Wannabe-Skigebiet (wir sind richtig froh, dass wir GSCHEITE und GROßE Skigebiete daheim haben) und ab nach Canberra! Von Yuppieville zur Politmetropole. Zufall das eine große und gut ausgebaut Strasse direkt von Canberra nach Thredbo fuehrt…? Hrm… 😉

Great Alpine Road

Great Alpine Road

Nach der Enttaeuschung in Lakes Entrance (und einer durchgefrorenen Nacht) wollen wir die Great Alpine Road fahren. Durchgefroren – weil im Gegensatz zu unserem alten Van gibts keine gscheiten Decken mit Leintuch! Die Leihwagenfirma ist etwas strange (aja, Kuechenset mit Besteck und BBQ Werkzeug haben wir erhalten aber kein richtiges Messer! Danke! … Idiots)

Decke organisiert (16AUD fuer was dickes, geht doch!) und los gehts in hoehere Gefilde 🙂 Die Great Alpine Road fuehrt durch die wahnsinns Skigebiete von Victoria (naja, Semmering hat da schon mehr zu bieten) aber wir geniesen die einzigartige Landschaft. Durch (im Vergleich zum Rest vom Land) hohe Berge mit wunderschoener Aussicht, fuehrt die Strasse. Vorbei bei nem “Swiss Village”, Skiliften, hinab in ein kleines Tal. In Bright schaun wir in der Tourist Info vorbei, sammeln Karten und Infomaterial ein. Im IGA (quasi ein Spar-Supermarkt) kaufen wir noch Kangaroosteaks und Wuerstl.

Nach 3 Tagen in einem Caravan Park wollen wir wieder campen. Die beste Option die wir gefunden haben ist neben dem See im Mt. Buffalo Nationalpark. Der NP ist ebenso ein kleines Skigebiet und die Zufahrt ist genau nach meinem Geschmack: 25km steile Bergstrasse mit vielen Kurven… 😉 Gut dass wir 114PS unter der Haube haben :-))

Mitten in der Wildniss schlagen wir unser Lager auf. BBQ in der Pfanne (in Victoria scheints wohl keine Gas-BBQs bei den Campspots zu geben? Dafuer aber ne heisse Dusche!) und Gaense als Zuseher. Wildniss pur? 😉

Nach dem Essen schaun wir uns den Sonnenuntergang am See an, die Szenerie ist kitschig wie selten…

Melbourne – Lakes Entrance

Melbourne – Lakes Entrance

Nach der Uebernahme des Hippie Campers machen wir uns auf, den Princess Hwy folgend, Richtung Lakes Entrance.

Der “Willson Promotory NP”, den wir uns ansehen wollten, wurde aufgrund von Bush-Feueren geschlossen – sehr schade! Stattdesen weichen wir auf den Torra-Bulga NP aus, der im Landesinneren liegt. Dieser NP beheimet “Farn-Baeume” – Farne die so große wie Baeume werden (und auch so aussehen) und auch etwas sog. “Cold climate rainforest”. Durchzogen wird der NP von einer engen, kurvigen und anspruchsvoll zu fahrenden Strasse.

Danach fahren wir wieder Richtung Kueste und durchqueren Landstriche, die noch vor ein paar Tage scheinbar gebrannt haben muessen. Es riecht stark nach verkohlten Holz, Schilder sind z.T noch nicht ausgetauscht. Wir fahren bei Wohnhaeusern vorbei, die die Flamen ueberlebt haben sowie bei Ruinen .. naja. Die Strecke haben wir eigentlich wegen der Landschaft gewaehlt, die so toll sein soll (Victorias High Lands) aber so… hrm.

Wir duesen weiter zu Lakes Entrance, dass so super huebsch sein soll – aber naja. Leute koennen gut uebertreiben. Das was aber eindeutig uebertrieben ist, ist der Preis fuer eine powered Site: 42AUD! Pro Nacht. Ohne Champanger. (Vergleich: letzte Nacht haben wir 22AUD (!!!) bezahlt.) Krank? Wir haben zwar etwas Rabatt erhalten aber 36AUD fuer etwas Strom und ne Dusche find ich … unverschaemt. Es wird Zeit fuer einen guten Campingfuehrer…

Noch ein Wort zu unserem geliehene Hippie Camper. Das ist ein umgebauter Mitsubishi Express L300, BJ 2007. Keine 74000km am Odometer. So wie viele Britz oder Maui oder Apollo Camper gibt es eine Day und eine Night-Configuration. Day heiszt: Tisch und Sitzbank, Night ist ein Bett. Dazu muessen Platten und Polster so umgebaut werden, dass eine Ebene Flaeche geformt wird. Umstaendlich! Stauraum? Naja, eher auf der schmalen Seite. Nach einer Nacht vermissen wir unseren Ford und sein quasi RIESEN Fach unterm Bett. Dazu noch die Taschen, Faecher und Haengemoeglichkeiten, mh… 🙂 Naja, fuer 12 Tage reichts. Dafuer ist eine super-starke Klimaanlage und Seitenfenster die man oeffnen kann. Am Heck gibts noch ne Spuele und einen Kuehlschrank der von einer 2. Batterie laeuft. (Haette das unser Ford auch gehabt, woooo! ) Unser tolles Kartenmatieral und Campingfuehrer haben wir leider auch im Ford gelassen und so kaufen wir erstmal eine gute Karte nach.

Melbourne – oder: 1-2-3 weg!

Melbourne – oder: 1-2-3 weg!

Die Abreise ging wie die Anreise: schnell. Zum Hafen (Devonport) gefahren, rauf auf die Faehre und los geht die Reise zum rund 300km entfernten Hafen von Melbourne. Conny hat zum Glueck noch ein paar Seekrankheitspillen von Thailand eingepackt die sie vorsorglich nimmt (der Captain warnt kurz vorm Ablegen noch vor “and it might be a bit rough today, we expect 3 meters high waves or little more..”).

Die Ueberfahrt verlief aber problemlos, a bisserl geschauckelt hats, aber alles ok! Wir haben noch in Tasmanien unser Auto in div. Internetforen zum Verkauf angeboten und ein junges, deutsches Paerrchen hat sich nach ein paar Tagen per EMail gemeldet. Wir haben fuer “in der Frueh” einen Termin ausgemacht und netterweise wurden wir gleich zu einem Fruehstueck eingeladen :-)) !

Bevor wir zum Treffpunkt gefahren sind, haben wir noch eine kurze Runde durch das CBD (Central Business Disctric) von Melbourne gedreht: wir begluecken die groessten Hostels mit einem Steckbrief von unserem Auto. Mal schaun obs was bringt…

Bei “Cooee” – dem Hostel wo wir uns treffen wollen – angekommen werden wir schon erwartet. Das so ziehmlich beste Fruehstueck seit dem Buffet im Ibis erwartet uns und wir tratschen und tratschen…

Der anschliessende Rundgang ums Auto und seinen Finessen duerfte ueberzeugend gewirkt haben. Eine Probefahrt spaeter und der passende Preis – verkauft! Das ging rasand! Preislich ca. das was wir uns gewuenscht haben und wir denken, unsere Kaeufer sind so happy wie wir 🙂

Das wir sooo schnell unseren Ford losgeworden sind, damit haben wir bei der Ankunft in Melbourne nicht gerechnet. Die letzte Nacht verbringen wir nahe St. Kilda auf einem Caravan Park. Jetzt ist es Zeit einen Ersatzplan zu bastln. Verschiedene Varianten fallen uns ein u.A. “Ab nach Neuseeland!” oder “Ayers Rock Tour” oder “Fidji”. Aber weder Fluege noch Touren finden wir gscheite also suchen wir uns noch als Alternative Preise fuer Mietwagen ab Melbourne one-way bis Sydney raus.

Am naechsten Morgen ist es Zeit um uns von unserem geliebten Gefaehrt zu verabschieden. Conny waescht noch die ganze Waesche (damit die Nachbesitzer gleich mal ein sauberes Bett haben) und ich raeum den Van aus. Unser gesamtes Hab & Gut musz wieder in den Rucksaecken Platz haben – was sich als gar nicht so leicht rausstellt. Es duerfte ein Gesetzt sein, dass nach ein paar Wochen immer mehr Sachen da sind als am Anfang? Strange… aber mit quetschen und ordnen geht sich alles irgenswie aus…

Wir fahren zum Hostel, regeln die Formalitaeten, uebergeben die Schluessel, Geld, und ab gehts zum Flughafen.

Nach einigem Hin und Her ueberlegen loesen wir die Option fuer einen Hippie Camper ex Melbourne ein. Also, Plan B: wir fahren mit einem gemieteten Camper von Melbourne nach Sydney, den wir am 20.03 abgeben werden und wir fliegen beide (Conny und ich) gegen Abend ab!

Wow – so schnell ging das ganze. War am Vortag noch unklar wann und wo wir in Sydney rauskommen werden, wann und wie ich nach Bangkok komme und wie das ganze mit Autoverkauf&Co aussieht: in wenigen Stunden hat sich alles aufgeloest. Absolutly GREAT!